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Mittwoch, 17. Mai 2006

Der Deutsche Ärztetag beschließt die neue Facharztbezeichnung „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“

Mit großer Mehrheit hat der Deutsche Ärztetag am Freitag in Berlin beschlossen, die Facharztbezeichnung „Facharzt für plastische Chirurgie“ um den Zusatz „Ästhetisch“ zu ergänzen.
Somit lautet die neue Bezeichnung in der Musterweiterbildungsordnung „Facharzt/Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie“. Die Landesärztekammer wurden gebeten, diese Bezeichnung in die Weiterbildungsordnung der Länder aufzunehmen.
Damit kommt auch in der Facharzt Bezeichnung zum Ausdruck, dass die Ästhetische Chirurgie neben der Handchirurgie, der Verbrennungschirurgie und der Rekonstruktiven Chirurgie ein Bestandteil des Fachgebietes Plastische Chirurgie ist.
Seit zwölf Jahren ist die Plastische Chirurgie als eigenes Fachgebiet in Deutschland etabliert. Nach der Approbation muss eine mindestens 6-jährige Weiterbildung absolviert werden. Dabei müssen über 600 Operationen selbständig durchgeführt werden.
Ästhetische Operationen sollten nur von Fachärzten mit langjähriger Berufserfahrung durchgeführt werden. Grundvoraussetzung für die Durchführung ästhetischer Operationen ist eine solide Kenntnis der Rekonstruktiven Chirurgie. Nur so ist gewährleistet, dass der Operateur auch plötzlich auftretende Komplikationen beherrschen kann.
(Quelle: Dr. med. Marita Eisenmann-Klein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen, www.vdpc.de)